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Wissenschaft

Rote Tabletten und großer Blutstropfen auf blauem Untergrund

5 Anzeichen bei Eisenmangel: Die häufigsten Symptome

Eisenmangel erkennen: 5 typische Symptome und wichtige Fakten Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement – es spielt eine zentrale Rolle bei der Blutbildung, dem Sauerstofftransport im Körper und der Energiegewinnung. Ein Mangel entwickelt sich oft schleichend und bleibt lange unbemerkt. Doch mit der Zeit sendet der Körper klare Warnsignale. Unbehandelt kann Eisenmangel zu Blutarmut (Anämie) und ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen. Hier sind fünf typische Symptome, die auf einen Eisenmangel hinweisen können: 1. Ständige Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf Fühlen Sie sich dauerhaft erschöpft, obwohl Sie ausreichend schlafen, und haben Mühe, den Alltag zu bewältigen? Dies kann ein Hinweis auf einen Eisenmangel sein. Eisen wird zur Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin benötigt, der Sauerstoff zu den Zellen transportiert. Fehlt Eisen, gelangt weniger Sauerstoff ins Gewebe – das kann sich in anhaltender Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und verminderter Leistungsfähigkeit äußern. 2. Blasse Haut und Schleimhäute Ein häufig sichtbares Anzeichen eines Eisenmangels ist eine ungewöhnlich blasse Haut. Auch die Innenseiten der Augenlider, die Lippen oder das Zahnfleisch können heller erscheinen als gewohnt. Grund ist die verminderte Produktion von roten Blutkörperchen, was sich direkt im Hautbild widerspiegeln kann – die Haut wirkt fahl, müde oder leicht gelblich. 3. Kopfschmerzen und Schwindel Ein Eisenmangel kann sich auch neurologisch bemerkbar machen. Betroffene leiden häufig unter Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen oder Schwindel. Ursache ist die unzureichende Sauerstoffversorgung des Gehirns. Besonders bei körperlicher Belastung oder schnellem Aufstehen können Symptome wie Benommenheit oder ein „flaues Gefühl“ auftreten. 4. Brüchige Nägel und Haarausfall Haare und Nägel reagieren früh auf Nährstoffmangel. Bei Eisenmangel verlieren Nägel ihren Glanz, werden spröde, dünn oder zeigen Rillen. Auch vermehrter Haarausfall oder dünner werdendes Haar sind möglich. Eisen spielt eine wichtige Rolle bei der Zellteilung – und damit beim Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln. Mangelt es daran, verlangsamt sich dieser Prozess. 5. Kurzatmigkeit bei Belastung Gerät man bereits bei geringen körperlichen Aktivitäten außer Atem, kann dies ein deutliches Warnsignal sein. Wenn dem Körper zu wenig Sauerstoff zur Verfügung steht, kompensiert er dies durch eine schnellere, tiefere Atmung – selbst bei einfachen Tätigkeiten wie Treppensteigen. In schweren Fällen tritt Kurzatmigkeit sogar in Ruhe auf. Das Problem: Nicht jedes Eisen ist gleich gut verwertbar Zwar ist Eisen in vielen Lebensmitteln enthalten, doch der Körper kann es unterschiedlich gut aufnehmen. Tierisches Eisen (Hämeisen, z. B. aus Fleisch oder Fisch) ist besonders gut verwertbar. Pflanzliches Eisen (z. B. aus Linsen, Spinat oder Vollkornprodukten) hingegen wird deutlich schlechter aufgenommen. Insbesondere bei vegetarischer oder veganer Ernährung kann es zu Mangelzuständen kommen – es sei denn, die Aufnahme wird bewusst optimiert, z. B. durch die Kombination mit Vitamin C (wie in Orangensaft), das die Eisenverwertung verbessert. Auch bei fleischreicher Ernährung ist Eisenmangel möglich Der Gedanke „Ich esse genug Fleisch – also kann ich keinen Mangel haben“ ist trügerisch. Selbst bei ausreichender Zufuhr kann die Eisenaufnahme im Darm gestört sein. Mögliche Ursachen: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) Zöliakie oder andere Aufnahmestörungen Magenoperationen (z. B. Magenbypass) Starke Menstruationsblutungen Regelmäßiger Blutverlust durch innere Erkrankungen (z. B. Magen-Darm-Blutungen) Risikogruppen für Eisenmangel – Wer ist besonders gefährdet? Frauen im gebärfähigen Alter:Durch die Menstruation geht regelmäßig Blut und damit Eisen verloren – bei starker Regelblutung oder Schwangerschaft steigt das Risiko zusätzlich. Schwangere und Stillende:Der Eisenbedarf erhöht sich deutlich – sowohl für die Entwicklung des Kindes als auch für die eigene Blutbildung. Ohne Supplemente entsteht schnell ein Mangel. Vegetarier und Veganer:Da kein Hämeisen aufgenommen wird, ist die Eisenversorgung schwieriger. Eine gezielte, ausgewogene Ernährung ist hier entscheidend. Kinder und Jugendliche in Wachstumsphasen:In Zeiten schnellen Wachstums steigt der Eisenbedarf erheblich. Ein Mangel kann sich negativ auf die körperliche und geistige Entwicklung auswirken. Ältere Menschen:Im Alter lässt die Aufnahmefähigkeit des Darms nach. Hinzu kommen oft chronische Erkrankungen oder Medikamente, die die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Leistungssportler:Durch starkes Schwitzen, Mikroverletzungen der Muskulatur und einen erhöhten Bedarf kann es zur sogenannten „Sportanämie“ kommen. Anzeige Fazit Eisen ist für zahlreiche lebenswichtige Funktionen im Körper unerlässlich – von der Sauerstoffversorgung über die Energiegewinnung bis hin zur Zellteilung. Ein Mangel bleibt oft lange unentdeckt, kann jedoch ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Warnzeichen wie anhaltende Müdigkeit, blasse Haut oder Haarausfall sollten nicht ignoriert werden. Besonders Menschen mit erhöhtem Bedarf oder eingeschränkter Eisenaufnahme gehören zur Risikogruppe. Eine bewusste Ernährung, gegebenenfalls ergänzt durch geeignete Präparate, kann helfen, einem Mangel vorzubeugen oder ihn wirksam zu behandeln. Bei Verdacht auf Eisenmangel empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung – denn früh erkannt, lässt sich dieser gut therapieren.

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Diabetes-Typen: Unterschiede zwischen Diabetes Typ 1 und 2

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Rund sechs Millionen Patienten leiden in Deutschland an Diabetes mellitus – unterschieden wird dabei in erster Linie in Diabetes Typ 1 und Typ 2. Worin genau der Unterschied zwischen beiden Formen besteht und worauf Patienten bei den unterschiedlichen Diabetes-Arten achten sollten, erfahren Sie hier. Das Wichtigste auf einen Blick Die beiden häufigsten Diabetes-Arten sind Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 Die beiden Diabetes-Arten unterscheiden sich in ihrer jeweiligen Ursache. Während Typ-1-Diabetiker unter Insulinmangel leiden, reagiert der Stoffwechsel bei Typ-2-Diabetikern nicht oder nicht adäquat auf das Bauchspeicheldrüsen-Hormon (Insulinresistenz). Daneben gibt es weitere, eher seltene oder speziellere Formen, die unter den Diabetes-Typen 3 und 4 zusammengefasst werden. Was ist Diabetes und welche Diabetes-mellitus-Typen gibt es? Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die auf einer Fehlfunktion beziehungsweise dauerhaften Schädigung der Bauchspeicheldrüse beruht. Wenn die Bauchspeicheldrüse nachhaltig geschädigt ist oder nicht (mehr) richtig funktioniert, wird zu wenig körpereigenes Insulin ausgeschüttet (Insulinmangel, bei Diabetes Typ 1) beziehungsweise reagieren die Zellen nicht mehr auf die Ausschüttung von Insulin (Insulinresistenz, bei Diabetes Typ 2). Insulin ist ein Stoffwechselhormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert wird und den Blutzuckerspiegel reguliert. Bei einer Diabetes-Erkrankung ist die Funktion des Insulins gestört, sodass der Blutzucker aus dem Gleichgewicht gerät. Durch den Mangel an Insulin oder eine bestehende Zellresistenz gegen das Stoffwechselhormon können aufgenommene Kohlenhydrate nicht mehr richtig aufgespalten werden. So kommt es zu einem chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel. Dieser wiederum erhöht das Risiko für schwerwiegende Begleit- und Folgeerkrankungen. Alle Typen von Diabetes mellitus sind daher behandlungsbedürftig und sollten regelmäßig ärztlich überwacht werden. Diabetes Typ 1 – Insulinmangel durch Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse Beim Diabetes Typ 1 versagt die Funktion der Bauchspeicheldrüse innerhalb kurzer Zeit vollständig. Der Organismus der Betroffenen ist selbst nicht mehr in der Lage, Insulin zu produzieren. Daher müssen Patienten mit Typ-1-Diabetes dem Körper Insulin in künstlicher Form als Medikament zuführen. Die Neuerkrankungsrate bei Diabetes Typ 1 ist bei Kindern im Alter zwischen 11 und 13 Jahren am höchsten. Aus diesem Grund wird diese Diabetes-Art auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet.  Diabetes Typ 2 – Insulinresistenz durch nachhaltige Schädigung der Körperzellen Im Falle von Diabetes Typ 2 verhindert eine Insulinresistenz der Körperzellen die Aufnahme von Zucker aus dem Blut, der aus Kohlenhydraten aufgespalten wurde. Die Zellen sprechen im Laufe der Erkrankung immer weniger auf das Stoffwechselhormon Insulin an und reagieren schließlich resistent. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker schädigt langfristig Blutgefäße und Nerven. Diese Diabetes-Art tritt meist erst im Erwachsenenalter auf und ist zum Teil genetisch bedingt. Bestimmte Faktoren wie Übergewicht oder Bewegungsmangel erhöhen allerdings das Erkrankungsrisiko. Lange Zeit wurde der Typ-2-Diabetes auch als „Altersdiabetes“ bezeichnet, da er oftmals erst im fortgeschrittenem Lebensalter auftritt bzw. lange Zeit unerkannt bleibt. Allerdings leiden auch zunehmend junge Menschen daran. Ein ungesunder Lebenswandel kann eine vorzeitige Erkrankung begünstigen. Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und 2 müssen ihre Blutzuckerwerte mehrmals täglich mit einem Blutzuckermessgerät kontrollieren und den Insulinhaushalt durch die Zuführung eines Insulinpräparats regulieren. In der Regel spritzen sich die Betroffenen das Medikament nach der Messung ihres Blutzuckerwerts in entsprechender Dosierung mit einem leicht anzuwendenden Pen selbst. Diabetes Typ 3: Gestörter Insulinstoffwechsel mit unterschiedlicher Ursache Unter der Bezeichnung Typ-3-Diabetes werden Diabetes-Formen mit unterschiedlichen Ursachen zusammengefasst, etwa eine Entzündung oder Erkrankung der Bauchspeicheldrüse. Ebenso können eine Operation, eine Infektion, ein Tumor oder ein Gendefekt Gründe für eine Diabetes-Erkrankung sein, die nicht Diabetes Typ 1 und 2 zugeordnet werden kann. Hierzu zählen auch Diabetes-Arten wie MODY (Maturity Onset Diabetes of the Young), die verhältnismäßig selten auftreten. Sie beruhen in der Regel auf einem genetischen Defekt, einer anderen Erkrankung oder auf den Nebenwirkungen von Medikamenten. Diabetes Typ 4: Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes Rund 22.000 Frauen erkrankten laut einer Erhebung der Deutschen Diabetes-Hilfe aus dem Jahr 2018 an Typ-4-Diabetes. Diese Form von Diabetes wird auch Schwangerschaftsdiabetes genannt und bildet sich nach Ende der Schwangerschaft in aller Regel zurück. Ein unerkannter Typ-4-Diabetes stellt allerdings ein Risiko für die Gesundheit von Mutter und Kind dar. Besteht der Verdacht, dass die Mutter darunter leidet, sollte dies ein Arzt überprüfen und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten anbieten. Fragen & Antworten Welche und wie viele Diabetes-Typen gibt es?   Es gibt insgesamt vier Diabetes-Typen. Die Autoimmunkrankheit Diabetes Typ 1 und der Diabetes Typ 2, der bedingt ist durch erbliche Faktoren und einen falschen Ernährungs- und Lebensstil, gehören zu den häufigsten Diabetes-Arten. Der seltene Diabetes Typ 3 ist die Folge eines gestörten Insulinstoffwechsels aufgrund unterschiedlicher Faktoren. Diabetes Typ 4, der sogenannte Gestationsdiabetes, kann sich im Laufe einer Schwangerschaft bilden. Diabetes Typ 1 und 2 im Vergleich: Was unterscheidet Sie?   Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunkrankheit, bei der die körpereigenen Abwehrkräfte die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die für die Insulinherstellung verantwortlich sind, zerstören. Meist tritt diese Erkrankung bereits im Kindesalter auf, sie kann sich aber auch im Laufe des Lebens entwickeln. Beim Diabetes Typ 2 spielen genetische Vorbelastungen in Kombination mit Übergewicht und falscher Ernährung eine Rolle. Durch eine ständige Überzuckerung des Körpers entsteht eine Insulinresistenz.  

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Blutzuckermessung zur Diagnose und Behandlung von Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2: Anzeichen, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Jeder hat schon einmal von Diabetes, auch bekannt als Zuckerkrankheit gehört, aber was ist dies genau? Allein in Deutschland sind über 8,9 Millionen Menschen von Diabetes betroffen.¹ Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer von Menschen mit Diabetes, die nichts von ihrer Erkrankung wissen und sie daher auch nicht behandeln. Das Problem: Diabetes Typ 2 entwickelt sich schleichend und verursacht erst mit der Zeit erste Symptome und Beschwerden. Was ist ein Diabetes Typ 2? Diabetes mellitus Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet ist. Ursache ist meist eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin - die so genannte Insulinresistenz. Durch eine gezielte medikamentöse Behandlung in Kombination mit einem gesunden Lebensstil kann der Krankheitsverlauf jedoch günstig beeinflusst und das Risiko für Folgeerkrankungen deutlich gesenkt werden. Das Wichtigste auf einen Blick2 Diabetes Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Zucker im Blut nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann. Das Erkrankungsrisiko steigt mit ungesunder Lebensweise, Übergewicht, höherem Lebensalter und erhöhtem Bauchfettanteil sowie einer genetischen Komponente. Die Diagnose erfolgt beim Arzt durch eine Blut- und Urinuntersuchung sowie einen oralen Glukosetoleranztest. Wirksame therapeutische Maßnahmen sind eine Anpassung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten sowie eine medikamentöse Therapie. Was begünstigt eine Insulinresistenz, und somit Diabetes Typ 2? Das Erkrankungsrisiko steigt grundsätzlich durch Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen und weitere Stressfaktoren.² Insbesondere viszerales Bauchfett oder eine bereits vorliegende Adipositas gilt als hoher Risikofaktor.³ Liegt neben Bluthochdruck (Hypertonie) auch eine Störung des Fettstoffwechsels vor, steigt das Risiko, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, deutlich an. Auch die genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle: Personen mit Diabetesfällen in der Familie tragen ein erhöhtes Risiko, selbst an eine Erkrankung zu erleiden. In der Praxis entsteht Typ-2-Diabetes meist durch das Zusammentreffen mehrerer Risikofaktoren. Im Gegensatz dazu steht der Typ-1-Diabetes, welcher andere Ursachen hat. Wie wird Diabetes Typ 2 diagnostiziert?  Um Typ-2-Diabetes frühzeitig zu erkennen, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig - vor allem, wenn bereits Risikofaktoren wie Übergewicht, familiäre Vorbelastung oder Bluthochdruck vorliegen. Hohe Blutzuckerwerte der letzten zwei bis drei Monate kann der Arzt durch eine Blutmessung des HbA1c-Wertes feststellen. Wenn der Blutzuckerspiegel in den letzten zwei bis drei Monaten in einem sehr hohen Bereich lag, zeigt die HbA1c-Messung dies an. Bei Diabetes liegt der HbA1c-Wert bei 6,5 % (48 mmol/mol) oder höher.² Zusätzlich zur HbA1c-Messung werden der Nüchternblutzucker und der Blutzucker im nicht nüchternen Zustand, die so genannte Gelegenheitsglukose, an zwei Tagen gemessen. Ist der Wert an zwei Tagen größer oder gleich 200 mg/dl (11,1 mmol/l), liegt ein Diabetes vor.² Ein weiteres wichtiges diagnostisches Verfahren ist der orale Glukosetoleranztest (oGTT). Dabei trinkt die Testperson eine Zuckerlösung mit 75 g Glukose. Wird nach zwei Stunden ein Blutzuckerwert von mehr als 200 mg/dl (11,1 mmol/l) gemessen, gilt die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 als gesichert.²   Wie erkenne ich einen Diabetes, was sind die Symptome? Da sich der Typ-2-Diabetes schleichend entwickelt, bleiben die ersten Symptome oft lange unbemerkt oder werden nicht ernst genommen. Müdigkeit, vermehrter Durst oder häufiges Wasserlassen werden von vielen Betroffenen nicht als Warnsignale wahrgenommen, sind aber klassische Anzeichen eines Diabetes mellitus. Was viele nicht wissen: Schäden an Gefäßen und Organen beginnen oft schon Jahre vor der Diagnose. Gerade deshalb ist es so wichtig, auf Frühsymptome zu achten und bei Risikofaktoren regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Denn je früher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser lassen sich Folgekomplikationen wie Nervenschäden, Nierenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Probleme vermeiden. Folgende Frühwarnzeichen können auftreten⁴: Polyurie (häufiges Wasserlassen) Häufige Müdigkeit Reizbarkeit Wiederkehrende Infektionen in Genitalbereich, Harnwegen, Haut, Mundhöhle Trockener Mund Brennen, Schmerzen, Taubheit in den Füßen Verschlechterung des Sehvermögens Dunkle, samtige Hautverfärbungen an Hals, Achseln, Leiste Erektile Dysfunktion Anzeige Die Therapie von Diabetes Typ 2 Ziel einer Therapie ist immer die Senkung der Blutzuckerwerte bzw. des HbA1c-Werts. Dies gelingt einerseits durch den Einsatz von Antidiabetika, also Medikamenten, die über komplexe Vorgänge den Blutzucker senken, Insulin freisetzen, den Appetit und die Magenentleerung hemmen⁵, andererseits durch eine langfristige Umstellung des Lebensstils und Gewichtsreduktion⁶. Dabei ist eine gesunde Ernährung essenziell. Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag, wie der Blutzucker auf natürliche Art und Weise gesenkt werden kann.  Eine individuell abgestimmte Therapie in Kombination mit regelmäßigen ärztlichen Kontrolluntersuchungen ist entscheidend für den erfolgreichen Umgang mit Typ-2-Diabetes. Eine gut eingestellte Blutzuckerkontrolle hilft dabei, Begleiterkrankungen zu vermeiden und das Risiko für Folgekomplikationen deutlich zu senken.2 Welche Folgen birgt ein unbehandelter Diabetes? Ein schlecht eingestellter oder unbehandelter Typ-2-Diabetes kann im Laufe der Zeit zu verschiedenen Folgeerkrankungen führen. Diese entstehen meist durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte, die Blutgefäße und Nerven schädigen. Zu den bekanntesten und häufigsten Komplikationen zählen: Diabetische Neuropathie – Schädigung der Nerven, oft spürbar als Kribbeln, Taubheit oder Brennen in Händen und Füßen Diabetische Nephropathie – Beeinträchtigung der Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen Diabetische Retinopathie – Schäden an der Netzhaut des Auges, die unbehandelt zur Erblindung führen können Diabetisches Fußsyndrom – Schlechte Wundheilung, Infektionen und Nervenschäden im Fußbereich, teils mit Amputationsrisiko Kardiovaskuläre Erkrankungen – Erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Durchblutungsstörungen Erektile Dysfunktion – Häufige Folge bei männlichen Diabetikern durch Nerven- und Gefäßschädigung Parodontitis – Entzündung des Zahnhalteapparats, bei Diabetikern oft schwerer und häufiger Nährstoffmängel aufgrund von Polyurie und der Einnahme von Medikamenten   Diabetes vorbeugen – so gelingt es: Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität und das Vermeiden von abdominalem Übergewicht – also Übergewichts mit einer Fettverteilung vorwiegend im Bauchraum – sind zentrale Maßnahmen zur Vorbeugung von Typ 2 Diabetes. Besonders Personen mit familiärer Vorbelastung sollten frühzeitig auf einen gesunden Lebensstil achten und diesen dauerhaft in ihren Alltag integrieren. Folgende Faktoren spielen eine wichtige Rolle in der Prävention: Verzicht auf Nikotin: Rauchen begünstigt Insulinresistenz und Gefäßschäden – das Risiko für Diabetes steigt erheblich. Reduktion von Alkohol: Übermäßiger Alkoholkonsum belastet den Stoffwechsel und kann die Blutzuckerregulation beeinträchtigen. Stressbewältigung: Dauerhafter Stress fördert die Ausschüttung von Hormonen, die den Blutzuckerspiegel erhöhen – z. B. Cortisol. Ausreichender Schlaf: Schlafmangel kann die Glukosetoleranz verschlechtern und die Entstehung von Insulinresistenz begünstigen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Frühzeitige Blutzuckerkontrollen (z. B. HbA1c-Wert) helfen, erste Anzeichen rechtzeitig zu erkennen. Ausgewogene Ernährung: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wirkt präventiv. Auch Interessant: Lesen Sie hier neuste Studienergebnisse zu Kaffee und Diabetes. Fazit Ein gesunder und bewusster Lebensstil kann das Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich senken und trägt maßgeblich zu einer langfristig verbesserten Lebensqualität bei. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass Diabetes eine komplexe Erkrankung ist, deren Entstehung von vielen Faktoren beeinflusst wird. Auch bei konsequenter Prävention – durch Ernährung, Bewegung und Senkung der Risikofaktoren kann die Erkrankung dennoch auftreten, insbesondere wenn eine genetische Veranlagung vorliegt. Umso wichtiger ist es, sowohl auf Vorsorge als auch auf frühzeitige Diagnostik zu setzen, um das Risiko zu senken, und eine mögliche Diagnose frühzeitig zu stellen. Anzeige Quellen   Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2024 - Die Bestandsaufnahme. (2023).   Harreiter, J. & Roden, M. Diabetes mellitus – Definition, Klassifikation, Diagnose, Screening und Prävention (Update 2023). Wien. Klin. Wochenschr. 135, 7–17 (2023).    Schütt, M. Typ-2 Diabetes. in DGIM Innere Medizin (eds. Lehnert, H. et al.) 1–26 (Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg, 2015). doi:10.1007/978-3-642-54676-1_4-1.    Ramachandran, A. Know the signs and symptoms of Diabetes. Indian J. Med. Res. 140(5):579-581 (2014).     Klinge, A., Egidi, G. & Müller, U. A. Diabetes Mellitus Typ 2: Behandlungsziele Und Therapie. vol. 49 (2022).     Lean, Michael EJ et al. Primary care-led weight management for remission of type 2 diabetes (DiRECT): an open-label, cluster-randomised trial. Lancet Vol. 391.

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Prädiabetes: Was ist zu beachten?

Prädiabetes: Was ist zu beachten?

Prädiabetes ist die Diabetes-Vorstufe des Typs 2. Die Blutzuckerwerte sind erhöht, erreichen aber noch nicht die für Diabetes definierten Grenzwerte. Das Wichtigste auf einen Blick Prädiabetes ist die Vorstufe des Diabetes Typ 2. Die Prädiabetes-Diagnose wird anhand der Blutzuckerkonzentration im nüchternen Zustand, zwei Stunden nach Glukosezufuhr oder anhand der Langzeitzuckerwerte gestellt. Prädiabetes geht nicht mit eindeutigen Symptome einher. Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die die Entstehung von Prädiabetes begünstigen. Einige davon lassen sich beeinflussen, andere nicht. Wichtig bei vorliegender Prädiabetes ist eine Umstellung des Lebensstils: gesunde Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion. Was versteht man unter Prädiabetes? Prädiabetes ist die Vorstufe des Diabetes Typ 2. Diese beiden Arten gehören zusammen mit Diabetes Typ 1, dem Schwangerschaftsdiabetes und Diabetes Typ 3 zu den Blutzuckerkrankheiten. Die hohen Blutzuckerwerte entstehen durch eine sogenannte Insulinresistenz. Insulin ist ein Hormon, das Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert. Dieser Prozess dient der Energiegewinnung – der überschüssige Zucker im Blut wird als Fett eingelagert. Bei Prädiabetes reagieren die Körperzellen nicht mehr vollends auf das Hormon und folglich bleibt der Zucker im Blut. Daraus resultiert ein erhöhter Blutzuckerspiegel. Als Folge produziert die Bauchspeicheldrüse Insulin nach, um den überschüssigen Zucker in die Zellen zu schleusen. Dieser Prozess funktioniert so lange, bis die Bauchspeicheldrüse kein Insulin mehr produzieren kann und der hohe Blutzuckerwert chronisch bleibt. Dann spricht man von Diabetes Typ 2. Im Verdachtsfall Bei Verdacht auf Prädiabetes wird ein Glukosetoleranztest durchgeführt und dem Betroffenen im nüchternen Zustand Blut abgenommen. Danach wird ihm eine Zuckerlösung verabreicht, und zwei Stunden später erfolgt erneut eine Blutprobe, um den Anstieg des Blutzuckerspiegels zu messen. Blutzuckerwerte: Wie sie gemessen werden Diabetes kann mithilfe zweier Werte festgestellt werden: dem des Blutzuckergehalts in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder in Millimol pro Liter (mmol/l). Während der Blutzuckergehalt in Westdeutschland meist in Milligramm pro Deziliter angegeben wird, ist in den neuen Bundesländern und weltweit die internationale Maßeinheit Millimol pro Liter üblich. Von Prädiabetes wird dann gesprochen, wenn die Blutzuckerwerte die Normalwerte übersteigen, aber die Werte eines Diabetes Typ 2 noch nicht erreicht sind. Ein Prädiabetes liegt also bei folgenden Werten vor: In nüchternem Zustand liegt der Wert bei 100–125 mg/dl (5,6–6,9 mmol/l). Beim Glukosetoleranztest liegt er bei 140–199 mg/dl (7,8–11 mmol/l). Der Langzeitzuckerwert (HbA1c) liegt bei 5,7–6,4 Prozent. Die Anzeichen der Diabetes-Vorstufe Prädiabetes wird in den meisten Fällen nur anhand der Blutzuckerwerte erkannt, da es keine eindeutigen Symptome gibt. Trotzdem können in den letzten Stadien der Vorstufe Anzeichen des Diabetes Typ 2 auftreten. Diese sind: Starker Gewichtsverlust oder Gewichtsabnahme Heißhunger Erhöhtes Durstgefühl Schwäche Müdigkeit Antriebslosigkeit Erhöhte Neigung zu Infektionen Verzögerte Wundheilung Nachlassende Sehkraft Prädiabetes: Wer ist gefährdet und welche Risikofaktoren gibt es? Bei Personen, die gefährdet sind, muss zwischen beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Faktoren unterschieden werden. Nicht beeinflussbare Risikofaktoren sind die Vererbung und das Alter. Vererbung heißt, dass das Risiko mit jedem Familienangehörigen, der bereits an Diabetes Typ 2 erkrankt ist, steigt. Diese Prädisposition muss jedoch nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung führen. Zudem nimmt das Risiko für Diabetes ab dem 40. Lebensjahr zu, da ab diesem Alter bei den meisten Menschen der Stoffwechsel langsamer wird und sich die Blutgefäße verändern. Die beeinflussbaren Risikofaktoren sind ein zu großer Bauchumfang, Übergewicht und falsche Ernährung – des Weiteren Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Rauchen und Stress. Diese Faktoren kann jeder beeinflussen und dadurch sein Risiko für Prädiabetes verringern. Die Gefahren bei Prädiabetes Prädiabetes kann ohne entsprechende Gegenmaßnahmen zum Diabetes Typ 2 führen. Außerdem gefährden erhöhte Glukosewerte im Blut die Funktionalität wichtiger Gefäße, Nerven, Augen sowie Herz und Nieren. Mit entsprechender Behandlung lässt sich Prädiabetes aber heilen – beziehungsweise die Werte können wieder in den Normalbereich sinken. Prädiabetes: Wie sieht die Behandlung aus? Die Prädiabetes-Behandlung zielt auf eine Senkung des Blutzuckerwerts ab und soll der Entstehung von Diabetes Typ 2 vorbeugen. Diese Diabetes-Vorstufe wird nicht mithilfe von Medikamenten behandelt, sondern eine Veränderung des Lebensstils soll Besserung bringen. Sobald die Werte wieder im Normalbereich liegen, sollte der Bluttest zur Kontrolle jährlich wiederholt werden. Eine wirksame Maßnahme der Behandlung ist – sofern Übergewicht besteht – die allmähliche Gewichtsreduktion, denn durch den Verlust von Körpergewicht wird der Stoffwechsel wieder angeregt. Eine solche Gewichtsreduktion lässt sich durch eine Ernährungsumstellung oder Sport erreichen. Betroffenen wird eine Kombination aus beidem empfohlen. Sportliche Betätigung beeinflusst den Stoffwechsel positiv. Dabei sollte das Sportprogramm mindestens 150 Minuten pro Woche umfassen und idealerweise an mindestens drei verschiedenen Wochentagen stattfinden. Die Ernährung spielt bei Gewichtsreduktion eine ebenso große Rolle: Empfohlen wird eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte beinhaltet. Zudem sollte auf den glykämischen Index der Lebensmittel geachtet werden: Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index lassen in der Regel den Blutzuckerspiegel stärker steigen als solche mit einem niedrigeren Index.

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